Kulturkreis Budapest

mitmachen und mithelfen in Ungarn

Mit unseren Projekten möchten wir Menschen unterstützen, die Hilfe nötig haben. Eines dieser Projekte möchten wir Euch unterstehend näher vorstellen:


Unterstützung der Prämonstratenserinnen in Zsámbék

Hintergrund 

Zsámbék hat eine sehr heterogene Bevölkerung. Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörten die meisten Einwohner zu den donauschwäbischen Minderheiten. 1946 wurden 90 Prozent der Familien nach Deutschland vertrieben. Die neu angesiedelten Familien waren meist Romas und andere Großfamilien, die durchaus nicht oder sehr unterqualifiziert waren. Erst nach der Wende konnten die Schwestern wieder ihr aktives gemeinschaftliches Leben anfangen. Zu den Hauptzielsetzungen gehören sowohl praktische, als auch materielle Hilfeleistungen, wo immer das nur möglich ist. Auf diese Weise kann auch das Selbstbewusstsein und die Fähigkeiten der Armen entdeckt und gestärkt werden. Der Orden versucht das Beispiel eines positiven Lebensstils zu zeigen, der auf die Hoffnung in die Zukunft und Gott basiert.

 

Einrichtungen der Prämonstratenserinnen

Die Prämonstratenserinnen haben zahlreiche Einrichtungen gegründet, welche wichtige karitative Funktionen erfüllen, vor allem im Bereich der Erziehung und Unterstützung der Armen.

v  Die Heilige Norbert Karitative Stiftung bietet Jugendlichen zwischen 16 und 36 schon seit 1992 die Möglichkeit an, einen Beruf zu erlernen. Junge Arbeitslose – viele mit Roma Abstammung – werden z.B. als Maurer oder Schneider ausgebildet. Zu weiteren wichtigen sozialen Tätigkeiten der Stiftung gehört noch die Evangelisierung.

v  Im Tagesheim wird seit 1993 praktische und psychologische Hilfe für Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren geleistet. Es werden hier ca. 50 Kinder betreut. Auf deren körperliche und seelische Entwicklung wird auch im Rahmen der Nachmittagsbetreuung großer Wert gelegt. Die Bedürftigen werden materiell – mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Lehrmitteln – unterstützt.

v  In den in der Berufsschule eingerichteten Werkstätten können die etwa 500 Schüler (unter ihnen auch Behinderte) seit 1996 aus verschiedenen Ausbildungsprogrammen wählen. Sie haben die Möglichkeit Tischler, Schlosser, Schneider, Sozialpfleger, Kellner, Köche, Informatiker oder Maurer zu werden.

v  Der Orden hat von der Gemeinde Zsámbék die sozialen Tätigkeiten im Jahre 2006 übernommen und das Selige Gertrud Zentrum gegründet. Es ist eine wichtige Wohlfahrtseinrichtung für Kinder und Familien. Außerdem funktioniert das Zentrum als Altersheim und im Winter als Unterkunft für Obdachlosen.

v  Die Betreuung der Behinderten findet seit 2001 hauptsächlich in Mány, in drei kleinen Werkstätten (Schneiderei, Töpferei und Siebdruckerei) statt, wo 25 Mitarbeiter tätig sind.

 

Was noch fehlt

Die staatliche Unterstützung ist nur für die Finanzierung der Ausbildung von 260 Schülern ausreichend, ergänzende Quellen wären für etwa 90 Schüler nötig. Das vorige Gebäude wurde langsam zu klein, weil die Schule zu schnell wächst. Weitere Normativen können erst nach dem Umbau der Berufsschule beantragt werden. Für eine weitere erfolgreiche Arbeit und Erziehung der Kinder sind zusätzliche Räumlichkeiten (mindestens 10 neue Klassenzimmer) erforderlich.

               

Eine finanzielle Unterstützung durch Spenden ermöglicht dem Orden, seine wohltätige Arbeit fortzusetzen.